Unsere Gr. Schweizer - Grosse Schweizer Sennenhunde im VDH, Asman und Rosalie

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Woher kommt der Grosse Schweizer?

1908 wurden auf einer Ausstellung in der Schweiz Prof. A.Heim, zwei kurzhaarige Berner Sennenhunde vorgestellt. Er erkannte in ihnen den alten, im Verschwinden begriffenen Grossen Sennen- oder Metzgerhund. Die Vorfahren dieses Hundes waren früher als sogenannte „Metzger- oder Fleischerhunde“ weit verbreitet. Dieser Hund wurde als Schutz, Zug und Treibehund gezüchtet. Vorwiegend also nach Eignung für die ihm angedachten Aufgaben selektiert. 1909 wurde der Grosse Metzger und Fleischerhund als eigenständige Rasse im Schweizerischen Hundestammbuch (Band 12) eingetragen. Nun unter dem Namen "Grosser Schweizer Sennenhund".  Erst am 5.Februar 1939 erfolgte die Publikation des ersten Standards durch die FCI. Heute wird der Grosse Schweizer Sennenhund auch in anderen europäischen Ländern wegen seines ruhigen und verlässlichen Wesens vor allem als Familienhund gezüchtet und geschätzt.
Auch wenn er als Rasse erst 1909 erstmals eingetragen wurde, könnte man
bei den beiden Bildern unten annehmen, dass es den GSS schon recht lange gibt, oder?



Die Charaktereigenschaften des Grossen Schweizers,

sind wohl der wichtigste und erste Grund warum wir Grosse Schweizer haben und uns auch nichts anderes mehr vorstellen können. Dabei ist es nicht so einfach ihn zu beschreiben, denn jeder Hund hat seine eigene Persönlichkeit. Trotzdem gibt es eine Reihe von Eigenschaften die allen gemein sind. Die Ausnahme bestätigt natürlich auch hier die Regel.
Aus meiner Sicht ist der Grosse Schweizer ein hervorragender Haus und Hofhund. Er ist freundlich und doch immer wachsam, mutig und (fast immer) unbestechlich. Er ist ein liebevoller und sehr anhänglicher Familienhund und aus diesem Grund auch völlig ungeeignet für eine Zwingerhaltung, wo er verkümmern würde. Er hat keinerlei Jagdtrieb und ignoriert Wild, selbst in unmittelbarer Nähe, gänzlich. Bei uns kam einige Zeit eine Ricke mit Kitz aufs Grundstück zum Äsen. Hunde und Rehe sind dann keine 50 m von einander entfernt und keiner kümmert sich um den Anderen. Auch die Rehe schienen instinktiv zu wissen, dass von den Hunden keine Gefahr für sie ausgeht. Grosse Schweizer sind von Natur aus sehr an Haus und Hof gebunden und laufen mit ein wenig Erziehung auch nicht vom Grundstück.  Meiner Meinung nach reagieren die Grossen Schweizer sehr wachsam, wenn sie allein mit Frauchen und vor allem Kindern sind. Dabei reagieren sie Fremden ggü. nie agressiv. Sie starren ihrem Gegenüber höchstens in die Augen und stellen sich dem Fremden auch schon mal in den Weg, so dass man ihnen schon sagen muss, dass alles in Ordnung ist und "kein Ärger zu erwarten ist". Genauso bewachen sie andere Haustiere bzw. passen auf sie auf. So hatten die Kinder einmal die Tür am Kaninchenstall aufgelassen. Eines der Kaninchen war verschwunden und eine Suche blieb erfolglos. Einige Stunden später fragten wir uns wo unsere Hündin "Jerry Lee" eigentlich steckt. Wir fanden sie liegend vorm Kaninchenstall. Das vermisste Kaninchen vor ihr. Eine Hundepfote lag auf dem Kaninchen. Das Kaninchen lebte nicht nur, es war gänzlich unverletzt. Ich weiß bis heute nicht wie so etwas möglich war. Wir haben auch Mäusefänger am Haus. Die Hunde kümmern sich eigentlich nicht weiter um die Katzen. Es ist eher so, dass die Katzen oft an den Hunden hängen. Dann und wann kommt bei uns ein dicker, großer Kater vorbei und sucht regelmäßig Streit. Vor allem eine unserer Katzen reagiert richtig  panisch auf diesen ungehobelten Kater. Neulich war er wieder da und unsere Katze rief deutlich um Hilfe. Die Hunde bekamen das mit, stürmten an unserer Katze vorbei auf den Kater zu und verjagten ihn. Der Kater ist höchstens noch mit äußerster Vorsicht zu uns gekommen. Ebenso ging es manchmal, wenn bei uns hin und wieder Fohlen geboren wurden. Wie auf einigen der Fotos zu sehen, sind unsere Grossen Schweizer dann kaum noch vom Fohlen zu trennen. Selbst die Mutterstute wußte dieses zu schätzen und nutzte die Gelegenheit sich zum Grasen auch einmal weiter zu entfernen. Bewacht wird das Fohlen ja anderweitig. Kurz, alles was zu Haus und Hof gehört wird beschützt und notfalls, da bin ich sicher, auch ernsthaft verteidigt. Die Hoftreue dieser Hunde darf jedoch nicht zu der Annahme verleiten, dass sie nicht auch gerne unterwegs sind. Die größte Freude die man ihnen neben einem vollen Fressnapf bereiten kann, sind ausgiebige Spaziergänge. Ansonsten sind es eher ruhige Vertreter die kaum einmal bellen aber manchmal etwas Aufdringlich werden können, weil sie einem ständig Streicheleinheiten abnötigen wollen. Wie anfangs schon erwähnt, ist jeder Hund etwas anders vom Verhalten. Nicht jeder Hund bringt jede Eigenschaft gleich stark mit. Nicht jeder Hund passt auf Fohlen auf, aber alle auf Frauchen und Kinder. Was beispielsweise das "nicht vom Hof laufen" betrifft, ist dieses ganz sicher auch von der Erziehung abhängig. Wie eine vor allem konsequente Erziehung bei so großen Hunden sowieso unabdingbar ist. Auch Grosse Schweizer müssen unbedingt erzogen werden und haben durchaus ihren eigenen Kopf. Wenn sie jedoch entsprechend ihren Eigenschaften ein Zuhause haben, dann machen sie es einem meiner Meinung nach wirklich leicht, weil sie eben vieles von Natur aus mitbringen. Aber es muß eben passen.
Familienhund für Haus und Hof, ausgedehnte Spaziergänge, aufpassen auf´s Umfeld ?.....deutlich ja!
Als Jagdhund, als Begleiter für 20 km am Rad, Zwingerhund? deutliches Nein! Sie werden keine Freude an ihm haben.







Und so kamen wir zu unseren Hunden


1996 zogen wir auf`s Land und hatten nun endlich beste Voraussetzungen für unsere Hunde. Lange hielten wir Ausschau nach einer passenden Hunderasse.
Und fanden den Grossen Schweizer Sennenhund.
Als erstes kam Blue Eye vom Schwülmetal genannt "Jerry Lee", eine kräftige und große Hündin mit markanter Zeichnung und einem blauen Auge.


Sie war ein ausgesprochen hübscher Hund mit einmaligem Charakter. Freundlich und ruhig, mutig und wachsam, so kann man ihren Charakter wohl beschreiben. Leider mußte sie nach einem Unfall mit 10 Jahren eingeschläfert werden. Sina war unser zweiter Grosser Schweizer.



2006 kam dann Asman. Asman war ein Bild von einem Hund und entsprach auch charakterlich voll und ganz dem Grossen Schweizer.


Fotos von oben nach unten: Jerry, Sina, Asman

Aus diesem Grund hatten wir bei ihm das erste mal an Zucht gedacht. Erste Voraussetzungen, nämlich positive Ergebnisse auf Ausstellungen, waren kein Problem. Er erhielt in der Jugendklasse jedesmal ein SG1 und erhielt den Titel "Deutscher Jugendchampion". Auch den gewünschten charakterlichen Eigenschaften entsprach er voll. Leider scheiterte er an einer der gesundheitlichen Hürden. Während die Untersuchungen auf OCD, ED und Augenerkrankungen ohne Befund waren, ergab die Beurteilung seiner Hüften eine mittlere bis leichte HD (Hüftgelenksdysplasie). Da die HD auch genetisch disponiert ist, war er damit  für die Zucht nicht mehr geeignet.  Das war zwar schade, aber er hatte nie gesundheitliche Probleme und das war letztendlich das einzig Wichtige. Zu Asman gesellte sich dann 2008 Rosali. Sie ist eine grosse, kräftige Hündin, ganz so, wie ich mir einen Grossen Schweizer vorstelle. Sie ist unerschrocken, freundlich und lebhaft, voller Lebensfreude. Sie wurde "Deutscher Jugendchampion VDH", "Deutscher Champion VDH" und "Deutscher Champion SSV". 2011 nahm sie an der Bundessiegerschau teil und wurde Zweite. Ende 2009 ging es zur Untersuchung und wir konnten uns über bestmögliche Ergebnisse freuen. Die Augen von Rosali sind ohne Befund. Sie ist OCD- und HD frei. Im März 2010 wurde Rosali gekört. Mittlerweile ist sie vielfache Mutter, Oma und Uroma.
     


Wie gerade zuvor erwähnt, ist Rosali schon Uroma. Deshalb nutzten wir vor kurzem die Gelegenheit zu einem Generationentreffen. Hier ein Foto davon.









Zum Schluß eine kleine Geschichte zum Schmunzeln


Als Sina etwa ein Jahr alt war, kam es zu folgendem kleinen Mißverständnis.
Frauchen mußte früh raus zur Arbeit und ließ Herrchen allein im ehelichen Bett.
Verschlafen, wie das Herrchen war, legte er seinen Arm um Frauchen.
Dachte er!  Denn mitlerweile lag dort Sina. Verwundert über die plötzlich dichte Behaarung seiner Frau, öffnete er nun die Augen und........
sah Sina in`s Gesicht.
Sina lag parallel im Bett Kopf an Kopf , Gesicht zu Hundeschnauze und war sich nun wohl nicht mehr so ganz sicher ob das in Ordnung war, mit dem Einnehmen von Frauchens Platz. Also klopfte (wedelte) sie ersteinmal fragend mit ihrer Rute. Herrchen mußte sich ersteinmal sammeln, um nicht loszulachen, denn schließlich mußte er nun ja böse sein ob des ungebührlichen Verhaltens seines Hundes. Nun, Sina mußte natürlich das Ehebett flugs verlassen und war sich wohl nicht so ganz sicher warum Herrchen lachend geschimpft hat.


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